Studie: Gender Diversity hebt Arbeitszufriedenheit

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Diversität im Team steigert die Arbeitszufriedenheit

Bereits zum neunten Mal legte die Deutsche Post Ende 2019 den jährlichen „Glücksatlas“ vor. In diesem Jahr lag der Schwerpunkt der Befragung (von 2.000 Deutschen zwischen 18 und 65 Jahren) auf den Themen Gender Diversity und Geschlechtergerechtigkeit. Welchen Einfluss hat Diversität auf die allgemeine Lebenszufriedenheit, bei der Arbeit und in der Familie?

Gemischte Teams sind kreativer und zufriedener

Die befragten Männer und Frauen sind sich einig: Für zwei Drittel von ihnen wirkt sich das Arbeiten in diversen Teams positiv auf die eigene Arbeitszufriedenheit aus. 42 Prozent meinen, ein „ausgeglichenes Geschlechterverhältnis verbessere das Arbeitsklima“ und sorge für „mehr Kreativität“ (31 Prozent). Dies ist umso bedeutsamer, da ein angenehmes Arbeitsklima für 61 Prozent der Befragten ein entscheidendes Kriterium für die Wahl ihres Arbeitsplatzes ist.

Familienfreundliche Angebote stärken die Arbeitszufriedenheit

22 Prozent der Beschäftigten, an deren  Arbeitsplatz mindestens eine familienfreundliche Leistung – wie flexible Arbeitszeiten oder betriebliche Kinderbetreuung – angeboten wird, sind mit ihrem Arbeitsleben sehr zufrieden. Bei denen, die keine Auswahl haben, sind es nur 15 Prozent. 42 Prozent der berufstätigen Frauen mit Kindern geben an, aufgrund ihrer familiären Verpflichtungen nicht so viel für ihre berufliche Entwicklung tun zu können, wie sie eigentlich wollten. Von den berufstätigen Männern mit Kindern sehen das nur 28 Prozent so.

Frauen in Führungspositionen noch immer stark unterrepräsentiert

Trotz dieses Einflusses von Gender-Diversität auf die Arbeitszufriedenheit hat lediglich ein Drittel der Befragten eine weibliche Vorgesetzte. Dabei ist 67 Prozent der Beschäftigten das Geschlecht ihrer*s Vorgesetzten egal. 22 Prozent bevorzugen einen Mann als Chef und neun Prozent eine Frau. Knapp die Hälfte der Befragten glaubt, dass ihrer Karriere nichts im Weg steht, wenn sie sich nur genügend anstrengen. Jedoch meinen 25 Prozent der Frauen, sie hätten schlechtere Aufstiegschancen als ihre männlichen Kollegen – bei den Männern denken dies umgekehrt nur 16 Prozent. Insgesamt denken 59 Prozent der Frauen und 45 Prozent der Männer, dass in unserer Gesellschaft noch mehr für die Gleichstellung von Frauen und Männern getan werden muss.

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